Philosophie

Eine ganzheitliche Betrachtungsweise

Worum geht es mir?

Unsere Hunde ganzheitlich zu sehen, ihre Persönlichkeit zu akzeptieren, ihren Veranlagungen gerecht zu werden - das zu vermitteln, ist mein Anliegen. Die Instinkte des Hundes werden dabei als Kapital für seine Erziehung gesehen. Unsere Sichtweise der Tierart Hund ist entscheidend dafür, wie wir mit Hunden umgehen, sie fordert Respekt vor dem Hund und die Bereitschaft der Menschen zum umdenken.

Sich an seiner Bezugsperson zu orientieren, sollte für Hunde stets Sinn ergeben. Ein harmonisches Miteinander von Mensch und Hund ist nur möglich, wenn die Bedürfnisse beider befriedigt werden. Hier werden unerwünschte Verhaltensweisen nicht einfach „abgestellt“. Stattdessen werden gemeinsam mit Ihnen die Ursachen für das Verhalten Ihres Hundes ergründet. Geht man damit richtig um, schafft man die Basis für eine gute Mensch-Hund-Beziehung, der Hund fühlt sich – immer mehr - verstanden. Die menschliche Betrachtungsweise ist kulturbedingt geprägt, wenn es um das Tier Hund geht. So werden artspezifische Verhaltensformen oft als Problem, ja sogar als Verhaltensstörung interpretiert.

Lieben Sie Ihren Hund.?
Damit ist gemeint, dass Sie seine Persönlichkeit akzeptieren sollten. Und natürlich nicht, dass Sie all seine Verhaltensweisen billigen müssen. Als Erzieher bzw. Erzieherin haben Sie die Möglichkeit, seine Persönlichkeit mitzuformen. Ihrem Hund Sicherheit und Geborgenheit zu geben, gehört genauso wie fü(h)rsorgliches Verhalten zu den Aufgabenbereichen des Menschen.

Umgebungs- und Verhaltensbereicherung
"Environmental and Behavioural Enrichment" bedeutet Umgebungs- und Verhaltensbereicherung, ist bereits seit über 40 Jahren in der Zoo- und Nutztierhaltung bekannt und wird dort angewandt. Zoologen und Zoologinnen gehen davon aus, dass bei keinem einzigen Lebewesen das natürliche Nahrungssuch- und Erwerbsverhalten wegzüchtbar ist. Unser Hund stellt hier keine Ausnahme dar. Statt spazieren zu gehen, würde er lieber auf biologische Weise unterwegs sein - z.B. Nahrung suchen (Jagdinstinkt).

Entdecken Sie Ihren Hund!
Entdecken Sie die persönlichen Vorlieben Ihres Hundes und geben Sie ihm die Möglichkeit, diese weiterzuentwickeln. Haben Sie z.B. einen Hund der dazu neigt, mit seiner Nase am Boden zu kleben (Bodenstaubsauger) , so würde sich eventuell Fährtenarbeit oder (wo)mantrailing als eine geeignete Beschäftigung anbieten. Haben Sie einen Hund, der eine hütehund-ähnliche Veranlagung hat und deswegen stark auf Bewegungsreize reagiert? Er könnte vielleicht Spaß an Treibball haben. Ist Ihr Hund ein typischer Sichtjäger (z. B. Windhund) oder Vorstehhund, kann er mit einem Hetzjagdspiel gut ausgelastet werden. Stöbert Ihr Hund gerne, dann wäre "Flächensuche" in Form von "Revieren" vielleicht sein Faible. Diese Aufzählung kann natürlich beliebig erweitert werden. Bieten Sie Ihrem Hund eine Palette von Variationen an und finden Sie auf diese Weise heraus, wo seine Talente liegen.

Dabei wünsche ich Ihnen viel gemeinsamen Spaß mit Ihrem Hund!

Das Credo lautet:

Entdecken Sie die persönlichen Vorlieben Ihres Hundes und geben Sie ihm die Möglichkeit, diese weiterzuentwickeln.