....aus Welpensicht....

….aus Welpensicht….

Gepostet in Zum Nachdenken von Christian Engelmann.

….aus Sicht eines Welpen………
Joe, der Cockerwelpe ist jetzt 9 Wochen alt. Dies ist der Zeitpunkt, wo er vom
Züchter abgegeben werden – und in sein neues Zuhause bei Familie Easy
einziehen soll.
Angekommen im neuen Zuhause versteht Joe die Welt nicht mehr:
– seine Mama hat ihm klargemacht, dass er (und seine Geschwister) die
Höhle nicht verlassen darf! Hier bei den 2 beinern soll er sogar selbstständig
den Garten erkunden! Da gehen Fremde am Grundstück vorbei. Joe wufft
mehrmals; Mama wäre spätestens jetzt da gewesen, doch die Menschen im
Haus reagieren nicht einmal jetzt – soll er als Welpe wohl die
Reviersicherung übernehmen? Irgendjemand muss ja wohl…. Zaghaft fängt
Joe an, in Richtung Fremde zu laufen und dabei zu knurren.Zufällig gehen
die Passanten weiter. So hat Joe, der Cocker 2 Dinge gelernt:
– Menschen kann sogar ein Welpe verjagen, man muss diese also überhaupt
nicht ernst nehmen.
– Er ist wohl allein auf sich gestellt, Sozialpartner gibt es wohl nicht – nur
2beiner, welche dringend Betreuung brauchen, da diese anscheinend sehr
infantil sind. Nun ist es so, dass die meisten Hunde sehr sozial veranlagt
sind, so gibt Joe, der Cocker sein bestes, um für seine Menschen die
Elternrolle zu übernehmen, was ihm jedoch sehr viel Stress bereitet.
– Als Joe sich einmal – auf Kommando – hinsetzt, sind alle aus dem
Häuschen! Dabei werfen ihm die Menschen einen Futterbrocken zu. Seine
Mama hatte ihm damals jedoch klar gemacht, dass der Knochen für ihn tabu
ist! Und wozu das? Sitz kann er doch nun schon seit seiner 3. Lebens –
woche. Wo bin ich hier nur hingeraten, denkt Joe; keiner versteht mich!
– abends wollen die 2beiner mit Joe auch noch „gassigehen“.Dabei wehrt er
sich, so gut es geht: er ist ja schließlich nicht lebensmüde und würde den
sicheren Garten verlassen – draußen riecht es überall nach fremden
erwachsenen Hunden!!! Ein paar Meter sind geschafft, denken die 2beiner,
da Joe wieder in Richtung sicheres Umfeld läuft, dabei an der Leine
ziehend. So hat Joe nun gelernt, dass, wenn er an der Leine zieht, er wieder
in den Sicherheitsbereich gelangt.
– Aus Sicht von Joe’s „Hausmenschen“ hat der Welpe nun mehrere
Unarten:
– er zieht an der Leine
– er springt seine Menschen an
– er bellt lautstark im Garten und hört dabei nicht auf Rufe aus dem Haus
…………….die Menschen beschließen nun, dass es höchste Zeit ist,
eine Hundeschule aufzusuchen……….