Der Preis ist heiß - Hunde als Ramschware von Susie Last

Der Preis ist heiß – Hunde als Ramschware von Susie Last

Gepostet in Aktuelles, Hundeerziehung, Zum Nachdenken von Christian Engelmann.

Der Preis ist heiß – Hunde als Ramschware

Ich wurde bestellt, weil es für Hunde meiner Rasse einen Markt gibt. Ich wurde gezielt vermehrt, weil es Menschen gibt, die diesen Markt bedienen und mit billigen Hunden ihr Leben bestreiten. Nicht nur im Ausland, auch hier in Deutschland. Billig muss ich sein, von Anfang an billig und mit wenig Aufwand. Alles mit wenig Aufwand: Die Anschaffung, die Haltung, die Ausbildung, die Erziehung, das Futter, der Einsatz, das Wissen – alles billig und einfach. Dabei bin ich ein Lebewesen mit einem individuellen Charakter, mit Gefühlen, Bedürfnissen und ich will leben. In Sicherheit leben. Mein ganzes Streben ist auf Leben und Überleben ausgerichtet, doch ich bin vom ersten Atemzug an abhängig von Dir. Du bestimmst alles in meinem Leben: Wo ich geboren werde, wer meine Eltern sind, dass ich bei Dir lande, wie mein Leben bei Dir weitergeht. Du bestimmst über mein Leben und jetzt auch über mein Ende. Denn alles, was Du tun müsstest, um mein Leben zu sichern, ist Dir zu aufwändig und zu teuer. Weil es an allem fehlte – an Sicherheit, Wissen, Vertrauen wurde ich zu einem ängstlichen Hund. Heute sagst Du über mich: „Wenn man sie anbrüllt, pinkelt sie los!“ und Du zeigst, wes Geistes Kind Du bist.
Am Ende – an meinem Ende passiert das, was zu verhindern gewesen wäre mit etwas mehr Aufwand, etwas mehr Geld, etwas mehr Wissen und etwas mehr Empathie – mehr hätte es nicht gebraucht, aber es war alles zu viel für Dich:
Ich habe einen kleineren Hund gepackt, geschüttelt und so schwer verletzt, dass er aufgrund seiner Verletzungen eingeschläfert werden musste. Nun gibt es eine Anzeige und die Einstufung als gefährlicher Hund. Noch mehr Kosten, noch mehr Aufwand: Die Auflagen zu erfüllen, die Sachkunde zu erlangen, den Wesenstest vorzubereiten – alles zu teuer. Du entscheidest: Dann lieber abgeben und einen neuen kaufen. Oder einschläfern, weil das Tierheim mich nicht nehmen will, ich wäre ein Schattenhund: Teuer und aufwändig wäre mein Leben hinter Gittern.

Ich weiß nicht, wohin wir gehen, ich folge Dir, Du bist das einzige, was ich in diesem Leben noch habe, ich wollte Dich verteidigen, Du gibst mir doch das Futter. Nun folge ich Dir nach bis zu meinem nahenden Ende.

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